Kurz-Fakten
- Der Anwendung stehende Funktionen werden dem Modell mit Namen, Zweck und Argumentschema beschrieben
- Das Modell gibt einen Vorschlag zurück; die Ausführung liegt vollständig bei der Anwendung
- Argumente sind ungeprüfte Eingaben und müssen wie Eingaben aus dem Netz behandelt werden
- Bei OpenAI-kompatiblen Schnittstellen weichen Anbieter gerade hier besonders häufig voneinander ab
- In Verbindung mit fremden Inhalten ist es der Hebel für Prompt Injection: Wer den Text steuert, steuert den Vorschlag
Bedeutung in der Praxis
Die Sicherheitsregel lässt sich in einem Satz sagen: Ein Vorschlag darf nichts auslösen, was nicht rückgängig zu machen ist. Lesende Funktionen können automatisch laufen; alles, was schreibt, versendet, bezahlt oder löscht, gehört hinter eine Bestätigung durch einen Menschen oder hinter eine enge Rechteprüfung in der Anwendung. Die Prüfung im Modell zu suchen, ist der Fehler – dort steht der Angreifertext im selben Strom wie die Anweisung.
Der zweite praktische Punkt betrifft den Anbieterwechsel: Funktionsaufrufe sind der Teil der OpenAI-kompatiblen Schnittstelle, an dem die Kompatibilität am ehesten endet. Wer damit arbeitet, sollte den Wechsel einmal probeweise durchspielen, statt ihn im Ernstfall zu entdecken.