Kurz-Fakten

  • Gespeichert werden je Token und je Schicht die Schlüssel- und Wertvektoren des Aufmerksamkeitsmechanismus
  • Der Speicherbedarf wächst mit der Zahl der Token im Kontext und mit der Zahl gleichzeitiger Anfragen
  • Ohne ihn müsste für jedes neue Token der gesamte bisherige Text erneut durchgerechnet werden
  • Verfahren wie Grouped-Query-Attention verringern den Bedarf deutlich
  • Wird er zwischen Anfragen wiederverwendet, ist das eine Speicherung mit eigener Lebensdauer und gehört ins Löschkonzept

Bedeutung in der Praxis

Für die Kapazitätsplanung ist der KV-Cache die Größe, die man zuerst unterschätzt. Der Grafikspeicher teilt sich zwischen Modellgewichten und Zwischenspeicher auf: Die Gewichte sind fest, der Rest bestimmt, wie viele Nutzer mit welcher Kontextlänge gleichzeitig arbeiten können. Kontextlänge und Nutzerzahl konkurrieren also um dieselbe Ressource – wer das eine erhöht, senkt das andere.

Datenschutzrechtlich zählt eine Eigenschaft, die im Betrieb leicht übersehen wird: Bleibt der Zwischenspeicher über die Anfrage hinaus erhalten, um eine Folgeanfrage zu beschleunigen, liegt eine Speicherung vor. Sie enthält keinen lesbaren Text, ist aber aus der Eingabe abgeleitet – und braucht damit eine Frist wie jeder andere Bestand auch.

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