Auch: Datenhoheit · Datensouveränität · digitale Souveränität · Sovereign Cloud
Kurzantwort
Souveräne Cloud Eine souveräne Cloud ist ein Angebot, bei dem Daten, Betrieb und Kontrolle einer bestimmten Rechtsordnung unterliegen sollen – im europäischen Kontext regelmäßig dem EU-Recht. Der Begriff ist nicht rechtlich definiert und wird sehr unterschiedlich verwendet: von der bloßen Zusicherung eines EU-Rechenzentrumsstandorts bis hin zu einer Gesellschaftsstruktur, die den Zugriff einer Konzernmutter aus einem Drittland rechtlich ausschließt.
Kurz-Fakten
Kein geschützter Begriff und keine Legaldefinition
Serverstandort, Betreibergesellschaft und Eigentümerstruktur sind drei getrennte Fragen
Verschlüsselung schützt nicht gegen Zugriff, wenn der Anbieter den Schlüssel hält
Die belastbarste Angabe ist, wer im Ernstfall zur Herausgabe verpflichtet werden kann
Bedeutung in der Praxis
Wer ein Angebot prüft, sollte nicht nach dem Begriff fragen, sondern nach vier Punkten: Wo steht die Hardware? Wer betreibt sie? Wem gehört der Betreiber? Und wer hält die Schlüssel?
Vier saubere Antworten darauf sind mehr wert als jede Bezeichnung im Produktnamen. Umgekehrt gilt: Wenn eine der vier Antworten ausweichend ausfällt, ist die Bezeichnung als Souveränitätsversprechen wertlos, egal wie das Angebot heißt.
Inhaber von SEO NW in Bertingen, Sachsen-Anhalt. Baut dort den KI SEO-Manager auf – einen KI-Dienst mit offenen Modellen auf eigener Hardware, dessen Datenschutzversprechen technisch nachvollziehbar sein sollen statt nur vertraglich zugesichert.