Kurz-Fakten

  • Keine von der Open Source Initiative anerkannte Lizenz; die Bezeichnung „Open Source“ trifft auf sie nicht zu
  • Die Weitergabe verlangt die Beifügung der Lizenz und den Hinweis „Built with Llama“
  • Abgeleitete Modelle müssen „Llama“ im Namen führen
  • Eine Acceptable Use Policy ist Bestandteil der Lizenz und untersagt bestimmte Verwendungen
  • Ab einer im Lizenztext genannten Zahl monatlich aktiver Nutzer ist eine gesonderte Lizenz einzuholen
  • Einzelne Fassungen enthalten zusätzliche gebietsbezogene Beschränkungen – der Text der eingesetzten Fassung ist maßgeblich

Bedeutung in der Praxis

Für den Betrieb in einem kleinen Rechenzentrum ist die Lizenz unproblematisch: Die Nutzerzahlgrenze liegt weit außerhalb dessen, was hier erreicht wird, und die untersagten Verwendungen decken sich mit dem, was ohnehin nicht vorgesehen ist. Für eine Vergabestelle, die freie Lizenzen als Eignungskriterium führt, kann sie dagegen ein Ausschluss sein – und zwar aus formalen Gründen, nicht aus inhaltlichen.

Ein zweiter Punkt wird regelmäßig übersehen: Modelle, die auf Llama aufbauen, tragen zwei Lizenzebenen gleichzeitig – die des abgeleiteten Modells und die des Ausgangsmodells. Wer Lizenzklarheit prüft, muss beide lesen, nicht eine.

Verwandte Begriffe

Quellen und Weiterlesen