Kurz-Fakten
- Die Open Source Initiative veröffentlichte im Oktober 2024 eine Definition für Open Source AI
- Vier Freiheiten: nutzen, untersuchen, verändern, weitergeben – jeweils ohne Zweckbeschränkung
- Apache 2.0 und MIT erfüllen die Lizenzanforderung; Llama- und Gemma-Lizenz nicht
- Umstritten bleibt, wie weit die Offenlegung der Trainingsdaten reichen muss
Bedeutung in der Praxis
Die Definition ist nicht unumstritten, und der Streit ist berechtigt: Kaum ein Modell legt seine Trainingsdaten so offen, dass ein Nachbau möglich wäre – teils aus Wettbewerbsgründen, teils aus urheberrechtlicher Vorsicht.
Für die tägliche Auswahl reicht meist die einfachere Frage: Steht im Lizenztext eine Aufzählung untersagter Verwendungen oder eine Schwelle, ab der eine gesonderte Vereinbarung nötig wird? Wenn ja, ist es keine Open-Source-Lizenz, egal was auf der Produktseite steht.