Kurz-Fakten

  • Der Vorschlag stammt aus der Veröffentlichung „Model Cards for Model Reporting“ von 2019
  • Übliche Abschnitte: Verwendungszweck, nicht vorgesehene Verwendungen, Trainingsdaten, Bewertung, Grenzen, Lizenz, Kontakt
  • Regelmäßig unvollständig sind Zusammensetzung und Stichtag der Trainingsdaten sowie die Sprachverteilung
  • Art. 53 der KI-Verordnung verlangt von Anbietern von GPAI-Modellen technische Dokumentation und eine hinreichend detaillierte Zusammenfassung der Trainingsinhalte
  • Eine Modellkarte ersetzt keine eigene Erprobung im vorgesehenen Einsatz

Bedeutung in der Praxis

Beim Lesen einer Modellkarte lohnt weniger die Aufmerksamkeit für das, was darin steht, als für das, was fehlt. Vier Angaben fehlen besonders oft: der Stichtag der Trainingsdaten, der Anteil deutschsprachiger Texte, die Herkunft der Daten für die Nachjustierung und eine benannte Klasse von Fehlern, die das Modell nachweislich macht. Wer diese vier abfragt, erkennt schnell, ob die Karte ausgefüllt oder ausgeschmückt wurde.

Für die Vergabe ist die Modellkarte die Unterlage, aus der sich Herkunft und Grenzen in eine Akte übernehmen lassen. Sie ersetzt keine Erprobung: Was ein Modell mit den eigenen Texten tut, steht in keiner Karte.

Verwandte Begriffe

Quellen und Weiterlesen