Kurz-Fakten

  • Posten: Anschaffung, Abschreibung, Strom, Kühlung, Stellplatz, Netz, Ersatzteile, Arbeitszeit, Ausfallzeiten
  • Der am häufigsten vergessene Posten ist die Arbeitszeit für Betrieb, Wartung und Aktualisierung
  • Entscheidend ist die Auslastung: Dieselbe Karte kostet je Anfrage sehr unterschiedlich viel
  • Für die Vergabe zählt der geschätzte Auftragswert über die Laufzeit, nicht der Monatspreis
  • Ein Vergleich ohne benannte Nutzungsdauer und Auslastung ist keiner

Bedeutung in der Praxis

Die Frage „kaufen oder mieten“ ist keine Preisfrage, sondern eine Auslastungsfrage. Eine eigene Karte lohnt ab dem Punkt, an dem sie so weit ausgelastet ist, dass die Kosten je Anfrage unter den Mietpreis sinken – und dieser Punkt liegt höher, als die Anschaffungsrechnung vermuten lässt, weil Arbeitszeit und Leerlauf mitzählen. Wer die eigene Auslastung nicht kennt, rechnet mit einer Größe, die er nicht kennt.

Für Behörden kommt ein formaler Grund hinzu, die Zahl sauber zu ermitteln: Für die Wahl der Verfahrensart ist der geschätzte Auftragswert über die gesamte Laufzeit maßgeblich. Eine Monatsrate mit zwölf zu multiplizieren, reicht dafür nicht – Verlängerungsoptionen und absehbare Erweiterungen gehören hinein.

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